Wer ist eigentlich dieses Zeitmanagement?

Am Abend davor..

Der Mann und ich relaxen abends auf der Couch und überlegen am nächsten Morgen was Schönes zu unternehmen, mal was Ausgefallenes machen. Wir versichern uns gegenseitig und mit voller Glaubwürdigkeit, dass wir nach dem Aufstehen und dem überlebenswichtigen Kaffee sofort losfahren, dass es sich auch ja lohnt.

The next day…

So, der Morgen ist da, wir werden wach und wer setzt sich sofort mit aufs Bett. Der Druck. Wir wollten uns ja beeilen und aufstehen. Ich und das Kind machen das auch, das will nämlich sofort zu seinen Autos ins Kinderzimmer. Parallel mache ich die Kaffeemaschine an, bereite Müsli für das Kind vor und wer steht mit mir in der Küche? Nein nicht der Mann, der ist liegen geblieben (an dieser Stelle ganz viel Missgunst meinerseits), sondern wieder der Druck. Seinetwegen schau ich mehrmals auf die Uhr und rechne durch wann wir los müssen und was bis dahin alles passieren muss.

So…

Ich mache Kaffee, das Herzenskind kommt angetappst, Müsli essen, kurz darauf Müsli vom Boden wischen, den Müsli beschmierten Schlafanzug ausziehen (unter großem Protest), also erst mal anlassen, weiter Autos spielen, zwischendurch den Mann motivieren aufzustehen (erfolglos), wieder in die Küche einen Schluck vom Kaffee nehmen (nur noch halb so warm), zweiter Auszieh- und Windelwechselversuch, geglückt, noch schnell Zähne putzen, das vor Glück quietschende Kind durch die Wohnung jagen, am Mann vorbei kommend und wieder meckern, Morgenmuffel-Attitüde ernten, mal selbst zum Kleiderschrank und was zum anziehen finden, es ist kalt draußen (Juli, aber 15 Grad und Regen), also Cashmir Pulli (was ich später zutiefst bereuen werde), der Mann ist wach und in der Senkrechten (whoohooo), es folgt eine ganze Batterie an persönlichen Bedürfnissen die erst mal erledigt werden müssen (zu frühes whooohooo), wieder Autos spielen, Kind ärgert sich, weil es nicht 5 Autos in der Hand halten kann, Kind trösten, Kind will ein Buch mit mir lesen, Druck steht im Kinderzimmer mit dabei und wird immer größer, Mann putzt in einer Seelenruhe Zähne, macht sich warmes Wasser mit Ingwer, ich einen Blick in den Spiegel werfend (urgh, gestern Abend nicht abgeschminkt), lieber die Tasche packen, gefühlte tausend Dinge zum mitnehmen, im Kopf die Checkliste abhaken, auf die Uhr schauen (ach du scheiße, schon so spät), ich gehe aus der Küche, quetsche mich am Druck vorbei, sehe den Mann in Boxershorts und T-shirt (vielleicht wird es ja doch noch was), das Kind schon leicht genervt, es nimmt den Druck also auch langsam wahr, ich putze Zähne während das Kind ganz vehement darauf besteht nun am Waschbecken mit Wasser spielen zu wollen, Mann hat Hose an, ich finde auch noch was zum anziehen, aber ziehe dem Kind vorher Jacke und Schuhe an, der Druck schiebt Mann und Kind so langsam die Türe raus, oh Autos noch mitnehmen, ich hab jetzt auch alles an und suche nur noch meinen Schlüssel, finde ihn nicht (das kann doch jetzt nicht wahr sein), Mann und Kind warten unten auf mich, ich suche und suche und wo finde ich ihn, im Wäschekorb (wtf), der Druck zerrt mich die Treppe runter und schiebt uns auf unseren Fahrrädern alle kräftig an, frischer Wind bläst uns ins Gesicht, wir radeln los und hinter uns bleibt der Druck stehen, winkend, immer kleiner und kleiner werdend. Herrlich.

Puh …

Ganz schön anstrengend so ein Morgen unter Druck. Und das alles nur, weil man was gemeinsam unternehmen will? Ich hab ja eigentlich immer das Gefühl die Zeit arbeitet gegen mich, aber ich habe bisher auch vieles hingekriegt, da muss das mit der Zeit doch auch irgendwie klappen. Zeitmanagement. Sich nicht von der Zeit bestimmen lassen, sondern umgekehrt. Geht das mit Kind? Oder sind es die Eltern die einfach nicht gut koordinieren? Jedenfalls hinterlässt so ein Morgen dann doch oft Spuren im weiteren Verlauf des Tages, man ist leicht erschöpft, schaut auch immer wieder auf die Uhr wegen des Mittagsschlafs oder des knurrenden Magens. Dies soll also ein kleiner Denkanstoß für mich sein, mal ein bisschen langsamer zu machen. Vielleicht muss man dann umdisponieren, mal was verlegen oder Alternativen finden. Aber entspannt zu bleiben und den Moment zu genießen, das ist doch das was Lebensqualität aus macht. Im Schlafanzug mit dem Kind weiter Autos spielen, den heißen Kaffee schlürfen, einen gut gelaunten Mann zu haben, weil er noch 30 Minuten weiter schlafen konnte, und dann einfach über den Wochenmarkt im Kiez zu schlendern, that’s the life, oder? J Ja!

 

In diesem Sinne, einen entspannten und harmonischen Start ins Wochenende!

Steffi x

life post-partum . . .

Nun sitze ich hier vor meinem Laptop und das Kind schläft selig im Familienbett, ich habe mir 2 Brote schmieren können, eine schwarzen Tee mit Milch gekocht, habe Blaubeeren und eine Banane hier liegen. Ich habe gestern geduscht, Haare gewaschen und habe was „normales“ an (also kein Gammel Look mit Jogging Hose und großem Pulli). Und das Tollste, ich kann die meisten Nächte einige Stunden Schlaf ergattern. Ich bin ansatzweise wieder die Person, die ich vor der Geburt des Kindes mal war. What a feeling!

Der Grund warum mich das so freut ist folgender: Ab dem ersten zaghaften, aber so was von lebensbejahenden Schrei meines Sohnes, brach eine Welle über mich herein. Eine Welle des Glücks, ohne Zweifel, aber auch eine Welle der Unsicherheit und des Unwissens. Kennt ihr das, wenn euch eine Welle so richtig mit voller Wucht erwischt? Man von dieser Urgewalt des Wassers rumgewirbelt wird und man nicht mehr weiß wo oben und unten ist? Ich war gar nicht richtig bei mir, fast schon gelähmt von diesem beeindruckenden Ereignis. Ich war so unvorbereitet. Sicherlich ist es auch der fast-Präeklampsie geschuldet, die zwei Monate vor der Geburt auftauchte. Ich hatte schlimme Wassereinlagerungen und dann auch noch hohen Blutdruck. Von meinem Wunsch-Geburtsort, dem Geburtshaus, musste ich mich also verabschieden. Und ich musste regelmäßig zu Kontrollen und oftmals wurde ich dann ins Krankenhaus geschickt zur Überwachung. Ich konnte dann immer nach paar Tagen wieder gehen, weil sich kein Protein im Urin finden ließ. Ein Glück, aber auch ziemlich anstrengend, nicht zu wissen, was jetzt hier eigentlich los ist – man bleibt ja auch oft so unaufgeklärt bei Ärzten und weiß auch nicht immer welche Fragen man stellen muss. Letztendlich klappte die geplante Einleitung einen Tag vor dem Entbindungstermin nicht, weil sich die Herztöne des Babys verschlechterten, mein Blutdruck über 180 stieg und die Ärzte dann ohne große Vorwarnung in ihrer grünen OP Kluft vor mir standen und die Risiken des Kaiserschnitts runter ratterten, alle nur noch auf meine Unterschrift wartend.

Ende gut, alles gut?

Ja, das Ende der Schwangerschaft war in der Hinsicht gut, weil mein Kind gesund auf die Welt kam und sich in den Armen seiner schwer verliebten Eltern befand. Für mich war es aber ein Anfang, ein Anfang den ich in voller Dunkelheit bestritt. Es fing damit an, dass ich mich nicht ansatzweise richtig bewegen konnte nach der OP. Ich weiß das klingt logisch, dass man sich nicht bewegen kann, wenn man im Prinzip fast in zwei geteilt wurde. Aber die anderen Mamis auf der Station schlurften langsam, aber immerhin in Jeans zur U2 den Flur entlang – ich war immer noch (!!) in meinem OP Kleid, weil ich keine Kraft fand es auszuziehen. Die Schwester war am nächsten Morgen nach dem Kaiserschnitt im Zimmer und wollte, dass ich zum ersten Mal aufstehe. Hätte es nicht so weh getan, hätte ich laut gelacht. Ich konnte mir nicht ansatzweise vorstellen auf-zu-stehen !! Aber sie meinte es ernst. Die heftige Dosis Oxytocin und das unbekannte Gefühl, des nicht-schlafen-könnens, erschwerten mir einen klaren Kopf zu behalten. Ich sollte immer ins Stillzimmer kommen, zum abpumpen, da mein kleiner Mann einfach nicht an der Brust trinken wollte. Aber ich war so müde und begriff noch nicht, warum es so essentiell gewesen wäre, die Milchproduktion anzuregen. Der finale Gong kam, als das Baby ein Fläschen erhielt. Fail.

Naja, das Stillen klappte dann nach einer Zeit, aber nur mit Stillhütchen (dieses Thema werde ich wohl in einem separaten Beitrag schildern müssen, zu emotional) und wir wurden dann auch nach einer halben Woche aus dem Krankenhaus entlassen und sind nach Hause. Es warteten auf uns eine sehr uneingerichtete Wohnung (Umzug lag 2 Monate zurück, mit Bauch schafft man einfach Null), ein sehr eifersüchtiger Hund (auch ein separater Beitrag notwendig, noch emotionaler) und Besuch, der lieb gemeint war, aber den Neugeborenen-Kodex nicht beachtete: komme leise, bringe essbares mit, helfe im Haushalt und kuschele nicht mit Baby während die Eltern gastfreundlich zu sein versuchen.

Ich trug mein Baby die ganze Zeit, aber nicht im Tragetuch, ich war einfach zu amateurhaft was das betraf – ich fand erst 2-3 Monate später heraus wie das mit dem Tuch ging und bis dahin, war dieses süße Knäuel immer auf meinem Arm, zum schlafen, zum stillen, zum gucken. Ich duschte also nicht mehr, aß nicht mehr, schrieb Dankeskarten mit der linken Hand (sah auch aus als hätte es ein 5 jähriger geschrieben) und war eine komplett andere Steffi. Eben nicht autark. Jetzt fragt sich mancher vielleicht, wo war der Papa, der kann ja auch einiges machen und abnehmen. Das stimmt, aber der wurde leider 2 Wochen nach der Entbindung krank und lag auch einige Zeit flach. Dazu kam, dass, wenn das Baby auf meinem Arm einschlief, wir nicht das Risiko des Wachwerdens eingehen wollten, wenn wir es umgelegt hätten auf seinen Arm (ich sag ja, Amateure) und einer musste auch mit dem Hund raus und einkaufen/aufräumen. Es vergingen Wochen und irgendwie kam bei mir nie dieser langweilige Babyalltag, wo einem die Decke auf den Kopf fällt auf oder man um 11 Uhr denkt „oh ne, erst 11 Uhr, was mache ich bloß noch den ganzen Tag“. Ich war in meiner Höhle und war froh, wenn ich nichts machen musste, außer zu überleben. Selbst ein 2 stündiger Besuch einer Freundin, wo wir raus gingen zum spazieren, stresste mich. Ich war so unsicher wegen des Stillens mit Hütchen in der Öffentlichkeit und dachte immer, was mache ich bloß, wenn das Baby schreit und ich es nicht beruhigen kann. Und nicht nur das, ich war richtig angestrengt nach so einem Besuch. Unsere unfertige Wohnung, die Stillproblematik und auch die Belastung der Beziehung drückte alles schwer aufs Gemüt. Ich hatte keine Resilienz, keine Kraft, keine Kapazitäten mehr. Und es dauerte wirklich lange, bis ich nach und nach mehr Energie aufbaute. Es hat fast 2 Jahre dauerte, bis ich wieder zu mir zurück kam. Bis ich mich Themen (die nicht mit dem Baby zu tun haben) mit voller Aufmerksamkeit und Umsicht widmen konnte. Bis ich reflektieren konnte, was sich da die letzten Monate abgespielt hatte, bis ich wieder so richtig Luft holen konnte. Damit es nicht zu einem Missverständnis kommt: Mein Kind zu erleben, seine rasante Entwicklung zu beobachten, jeden Tag 100% für ihn zu geben und in die Mama Rolle hinein zu wachsen, das alles ist für mich das Schönste was ich je erlebt habe, und ich gehe voll und ganz darin auf ihm meine bedingungslose Liebe zu schenken.

Aber so langsam legt sich das Wasser um mich herum, es ist nicht mehr stürmisch und ich merke, es kommt die Zeit, wo ich wieder eigenständig aus den Wellen hervortreten kann. Und was finde ich dort vor? Meinen Sonnenschein, der dabei ist riesige Sandburgen zu bauen…

 

So, ich beiße jetzt ins Brot, freue mich über die kreative Pause die mein Kind mir geschenkt hat und wünsche Euch was!

Eure Steffi x

oma mama kind

Heute war die Oma zu Besuch. Das ist immer eine super Sache, weil sich unser Kind dann so freut und die beiden dann viiiiel quality time zusammen verbringen können. Ich darf mich dann auch mal wegstehlen und ganz ungestört die Küche aufräumen, juhu! Nein im Ernst, es ist schön, dass Joshua seine Oma hat, denn traurigerweise leben Tai’s Eltern nicht mehr und mein Vater lebt ganz weit weg in Afrika. Wir genießen deshalb solche Sonntage, wo Joshua der Oma alles zeigen darf, was sich schon spannendes in seinem Kinderzimmer befindet und wie klasse seine Matchbox Autos die selbstgebaute Rampe runter sausen können (die Rampe zusammen gebastelt aus einem noch nicht ausgepackten IKEA Regal und einem Stuhl –> vielleicht sollte ich das bei instagram zur #lebenmitkindchallenge und dem Thema #selbstgemacht posten).

Es ist also alles toll. Jedenfalls wenn die Oma da ist. Davor bin ich immer etwas im Stress, weil ich das Gefühl habe, ich muss noch schnell Staubsaugen, den Wäscheberg vom Sofa wegfalten, den Küchenboden wisch.. äh ne, wischen kann man dazu nicht sagen, vielleicht grundsanieren, weil runtergeschmissenes Müsli und zerdrückte Banane schon so festgebacken sind, dass sie so hart sind wie die Fließen selbst. Ach ja, und da wäre auch noch meine Wenigkeit, die mal gewaschen, gelegt und geföhnt werden könnte. Aber die Straßenbahn zum Hauptbahnhof, wo die Oma ankommt, fährt in ca. 7 Minuten und Joshua und ich hüpfen hier noch im Schlafanzug rum. Also lasse ich alles so stehen und liegen und flitze (ungeschminkt, aber NICHT im Schlafanzug) schnell los zur Bahn. Ein Moment der Ruhe. Sonntag ist in der Bahn nicht viel los, Joshua ist begeistert von den vorbei fahrenden Autos und ich komme kurz etwas runter. Und da hab ich mich gefragt, wieso ich mir diesen Stress eigentlich mache. Ja ok, meine Mutter ist schon ein wenig kritisch manchmal. Aber während ich so in mich gehe, merke ich wie ich es als wichtig empfinde , dass meine Mutter mit mir zufrieden ist, dass sie stolz ist und das Gefühl hat, ihre Tochter kriegt das Leben auch gut auf die Reihe. Dass sie sieht, was ich alles kann und leiste und es trotzdem noch schaffe, die Betten zu machen und die Couchkissen aufzufluffen. In der Zeit bevor ich selbst Mama wurde, war mir das eigentlich nie so richtig bewusst, aber seit dem ich mich so viel mit der Eltern-Kind Beziehung auseinander setze, wird mir immer mehr klar, wie unheimlich fragil diese Liebe ist, der Mutter gegenüber. Wie tief sie in einem verankert ist, wie lebensnotwendig es für ein Kind ist, gesehen zu werden. Und wie schlimm es ist, wenn es übersehen wird, es sich anpassen muss, es kooperieren muss, ungehört bleibt. Ich denke jeden Tag darüber nach, wie ich meinem Sohn so gut wie möglich zeigen kann, dass ich ihn sehe. Seine Bedürfnisse, seine Versuche, seine Integrität wahrnehme und respektiere.

Es gibt so viele Möglichkeiten seinem Kind in Liebe zu begegnen, eine Beziehung statt Erziehung zu leben und das Kind als vollwertigen Menschen zu respektieren. Und ich bin so unendlich glücklich darüber, dass in der heutigen Zeit immer mehr Eltern bedürfnisorientiert mit ihren Kindern umgehen. Nur so kann die Welt zu einem besseren Ort werden, wenn wir Liebe in die Herzen unserer Kinder pflanzen und ihnen genug Freiraum zum wachsen geben.

In diesem Sinne, eine erholsame Nacht und einen frischen Start in die neue Woche!

Eure Steffi x

 

Tai Garadi

Wie  angekündigt, hier ein kleiner Eindruck von dem was Tai beruflich macht und noch viel wichtiger, seine Leidenschaft, die Musik!

Als ich Tai kennen lernte und er mir sagte, er sei Musiker, nickte ich freundlich und lächelte. Im meinem Kopf fand ich nur ein Fragezeichen vor. Ich dachte: „Hä, wie du machst Musik? Und was soll das bitte heißen?“ Erst als ich Tai auf dem alljährlichen Kult Festival hier in Frankfurt, dem Stoffel, live sah, verstand ich: Ah, der Mann kann singen!! Das wollte er mir also mit „Musik machen“ sagen. Und seit dem war (und bin) ich Fan von seiner souligen Stimme, seinem Charisma auf der Bühne und kann mich immer wieder für seine Musik begeistern (auch wenn ich ja seit 2 Jahren die meiste Zeit abends Zuhause bin, das Kind hüte und ich die abendlichen Gigs somit verpasse).

Es fing bei Tai schon früh an, als Teenie entdeckte er zunehmend die Gitarre als sein Instrument und das Singen war schon immer etwas was er gerne tat. Er hatte bereits mit 18 Jahren seinen ersten Künstler-Vertrag mit dem bekannten Berliner Produzenten Lutz Fahrenkrug-Petersen (GZSZ, Nena, Spliff, Oli P.) und stand auch bei Stefan Raabs „TV Total“ schon mehrfach auf der Bühne. Er schloss eine dreijährige musikalische Ausbildung an der Scream Factory in Frankfurt ab. Bei den Vocal-Coaches Mary Applegate und Amy Leverenz studierte er Singer-Songwriting und Gesang. Es ist sicherlich nicht immer leicht, wenn man sich selbstständig machen will, ein hohes Risiko geht damit immer einher, aber vor knapp 10 Jahren hat Tai den Sprung gewagt und kann seit dem von seiner Musik leben. Zusätzlich zu den Auftritten gibt er auch schon seit Jahren an Frankfurter Musik Schulen Gesang- und Gitarren Unterricht. Es gibt aktuell 3 große Musik Projekte in denen Tai als Frontman und Sänger fungiert und da ist er im Rhein-Main Gebiet, aber auch überregional in ganz Deutschland und auch der Schweiz unterwegs. Zwei der musikalischen Projekte konzentrieren sich hauptsächlich auf Veranstaltungen, Firmenfeiern, Hochzeiten oder Geburtstage – das ist sehr spannend, bringt viele interessante Kontakte mit sich und auch der Verdienst ist nicht schlecht. Aber Tai hat zunehmend die Ambition seine eigene Musik wieder mehr voran zu bringen und Konzerte zu spielen, wo er dem Zuhörer auf einer viel persönlicheren Ebene begegnet. Er hat im Laufe der Zeit schon einige Songs geschrieben und komponiert,  die würden locker für zwei Alben reichen.

Wir posten in Zukunft immer mal wieder ein paar Songs von Tai – wenn ihr wollt könnt ihr gerne einen Kommentar hinterlassen und uns mitteilen , wie ihr das jeweilige Lied findet! Falls ihr aus der Rhein-Main Area seid, schaut einfach auf Tai’s Website vorbei, da sollte immer aktuell stehen wo und wann Konzerte in der Gegend stattfinden www.taigaradi.live.

Ich wollte heute eigentlich einen Song von Tai hochladen, welcher eher relaxed ist, aber jetzt lad‘ ich doch lieber ein Cover hoch, welches es in sich hat: Michael Jacksons „They don’t even care about us“ ! Live aufgenommen im Travolta Club in Frankfurt, unterstützt von Fraud.Lab. Achtung: Gänsehaut möglich!

Eure Steffi x

 

 

Mit Kind in den Hörsaal …

Mein Curriculum Vitae entspricht ungefähr dem Verlaufsmuster eines gejagten Hasen. Zwar ziemlich effizient, aber einige Haken habe ich geschlagen, mal nach rechts, mal nach links. Mein letzter großer Haken, nach dem ich dann hoffentlich etwas in die Ruhephase komme, ist mein Studium welches ich auf dem zweiten Bildungsweg begonnen habe. Die Schwangerschaft hat sich dann dazwischen gemogelt und ein Jahr Baby Pause fand ich anschließend auch mehr als notwendig, aber nun geht es schon seit 2 Semestern weiter und ich kann durchaus sagen, dass es sich mit Kind ganz anders studiert als ohne. Abgesehen davon, dass das Studium nicht mehr zu 90% aus Weggehen, WG Partys und morgens doch nicht zur 8 Uhr Vorlesung aufstehen besteht, stehe ich oftmals vor größeren Herausforderungen. Ein Abgabetermin für die Hausarbeit nähert sich und ich komme einfach nicht dazu mich abends dran zu setzen, weil das Kind nach dem Einschlafen doch immer wieder aufwacht und mich braucht. Eine Präsentation ist für morgens angedacht, aber ich muss spontan zum Kinderarzt. Die Note fällt gerade so ausreichend aus, weil ich einfach nicht genug Zeit hatte mich ordentlich einzulesen und mir die Kraft fehlte eine Nachtschicht einzulegen. Ich bin meistens auf die Kulanz der Dozenten angewiesen und zum Glück haben die meisten auch Verständnis für die Situation. Aber ist das wirklich fair? Diese Willkürlichkeit?

Es gibt einige Websites zum Thema Studieren mit Kind. Und es gibt auch viele Angebote. Aber innerhalb des Studiums an sich, gibt es (zumindest meines Erachtens) keine richtigen (Ausnahme)Regelungen, da StudentInnen mit Kind eine eher kleine Randgruppe darstellen. Ein weiteres Beispiel wäre die KITA auf dem Campus wo wir einfach keinen Platz bekommen haben (obwohl 3 wichtige Kriterien auf meiner Seite waren: gleiches Stadtviertel der Uni war mein Wohnort, ich bin Studentin der Uni und bin als HiWi an der Uni angestellt). Es gibt zwar das sogenannte Kinderzimmer in dem man als StudentIn sein Kind stundenweise abgeben kann, aber das Konzept bietet auf jeden Fall noch Luft nach oben. So wechseln die Betreuerinnen von Tag zu Tag, das Kind kann sich schwer einer Bezugsperson zuordnen und eine richtige Eingewöhnung findet nicht statt.

Ich möchte hier auf dem Blog versuchen im Laufe der Zeit eine Übersicht zusammen zu stellen mit handfesten Tipps zum Thema Studium und Kind, die eben auch realitätsnah und für alle StudentInnen nützlich sind, ob alleinerziehend, zusammenlebend, verheiratet, nicht viel verdienend, arbeitend oder wie auch immer. Studium und Familie zu vereinbaren ist eine sehr besondere Herausforderung und ich finde keines von beiden sollte zu kurz kommen.

Foto: Katrin Binner / TU Darmstadt

Sommer Feeling und gute Musik

Liebe Menschen da draußen!

Es ist Sommer und es gab mal wieder was auf die Ohren, ganz abgelegen in einem unscheinbaren Industriegebiet in Frankfurt liegt das Orange Beach, versteckt unter einer Zugbrücke, direkt am Main ( –> https://www.orangebeach-frankfurt.de/). Eine entspannte Location mit Beach Flair, aber auf eine eher alternative Art und Weise. Es gibt Gegrilltes und kühle Drinks. Tai spielt dort sein einigen Jahren immer einmal im Sommer mit seiner Band C.A.T.S.S. (mehr dazu in naher Zukunft).

Hier ein kleiner Eindruck – das Lied „Perhaps“.

Tadaa.. wir sind online!

Dies ist der erste kurze Beitrag. Wir sind zwei ganz normale, oftmals chaotische, zuspätkommende,  den Wahnsinn-liebende Menschen, die mit einem offenen, begeisterungsfähigen, aber auch oft kritischen Blick in die Welt schauen. Wir haben zueinander gefunden vor vielen Jahren und es hat lange gedauert, bis sich das Nest so kuschelweich angefühlt hat, wie es das jetzt tut.  Unser wunderbares Herzenskind, Joshua, setzt dem Ganzen die Krone auf. Zusätzlich lieben wir Musik, Steffi passiv, Tai aktiv. Für uns ist die Familie ein demokratisches Kollektiv in dem jeder Platz hat für sein Gefühl und seine Gedanken, mit Respekt, Liebe und Akzeptanz – wir leben „unerzogen“. Mehr dazu in den kommenden Tagen. Wir freuen uns!